Musikmarketing

Musikmarketing

Bekannt durch Online-Selbstvermarktung – so klappt’s

Du kannst der beste SĂ€nger der Welt sein, aber was nĂŒtzt dir das, wenn niemand von dir Notiz nimmt?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, online sowie auch offline auf sich aufmerksam zu machen.

Noch nie war es so leicht das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, wie in Zeiten von Facebook, YouTube oder Twitter. Du möchtest, dass deine Stimme gehört wird? Dann promote dich doch einfach selbst. Rolle das Feld quasi von hinten auf – wenn viele Leute dich kennen, wird das auch den A&R Managern der Plattenfirmen nicht entgehen und vielleicht wirft der eine oder andere ja mal einen genaueren Blick auf dich.

Unvorstellbar, wie schwierig es frĂŒher gewesen sein muss ĂŒberhaupt eine Aufnahme der Stimme zu bekommen oder gar ein Video von sich zu drehen. Heutzutage haben die meisten Leute selbst eine Kamera oder ein Handy mit eingebauter Video-Funktion oder sie kennen zumindest jemanden, der ĂŒber diese Art von Technik verfĂŒgt. Wenn ja, dann gibt es keine Ausrede mehr. Du möchtest, dass andere Leute dich als SĂ€nger oder SĂ€ngerin wahrnehmen?

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Dann leg los! Promote your Music

Online-Marketing fĂŒr SĂ€ngerinnen und SĂ€nger

Es gibt viele Möglichkeiten mit einem sehr geringen Budget zu starten. Im Gegensatz zur Offline-Selbstvermarktung, hast du jede Menge Optionen bekannter zu werden, indem du den Online-Bereich nutzt. Beides ist wichtig: sowohl online PrÀsenz zu zeigen, als sich auch offline zu prÀsentieren.

Der entscheidende Vorteil des Online-Marketings ist, dass es grĂ¶ĂŸtenteils erst einmal kostenlos ist, oder zumindest viele unentgeltliche Optionen bietet. Beim Offline-Marketing fallen Porto-GebĂŒhren, Print- und weitere Materialkosten an.

Mit Online-Marketing ist in diesem Fall alles gemeint, was mit dem „PrĂ€senz zeigen“ im Web zu tun hat – also die eigene Homepage, Social Media AktivitĂ€ten, Email-Marketing, PR-Arbeit, etc.

tipps

Hier ein paar Tipps, wie du starten kannst


7 Gedanken zu „Musikmarketing“

  1. Eigene Homepage: deine Visitenkarte im Netz

    Eine eigene Homepage im Internet zu haben wirkt professionell und liefert den ersten Eindruck. Hier kannst du alles selbst bestimmen: Wie soll das Layout aussehen? Soll im Hintergrund deine Musik zu hören sein? Was möchtest du besonders hervorheben? Außerdem kannst du Bilder, Songs und Videos einbinden, Kontakt zu anderen aufnehmen, bzw. Buchungsanfragen verwalten und vor allem ĂŒber bestimmte Stichworte ĂŒber die Suchmaschinen gefunden werden.

    Die meisten werden nun wahrscheinlich sagen, dass sie nicht wissen, wie sie eine Homepage bauen können und dass es sehr wohl viel Geld kostet, eine professionelle Homepage entwickeln zu lassen. Beauftragt man einen Webdesigner fĂŒr diese Aufgabe, so ist dies auch der Fall. Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel gibt es beim Anbieter 1&1 ein Baukasten-System, mit dem man auch ohne Vorkenntnisse eine Homepage erstellen kann. In deren Paketen ist eine gewisse Anzahl an Domains inklusive. Du kannst dir also deine Wunsch-Domain direkt beim Anbieter sichern und mit ein paar Klicks deine Seite ins Leben rufen. Ob die Adresse, die du ins Auge gefasst hast, noch frei ist, kannst du zum Beispiel auf novatrend.ch prĂŒfen.

    Auf deiner Homepage sollten dann verschiedene Rubriken vorhanden sein. Wichtig ist hier der MenĂŒpunkt ‚Biografie‘ oder ‚Über mich‘, wo du den Leuten von dir erzĂ€hlen kannst – was du bisher musikalisch erlebt hast, welche Projekte derzeit auf deinem Plan sind, welchen Musikstil du vertrittst, usw.

    Des Weiteren eigenen sind die Punkte

    News: Hier kannst du immer die neuesten Ereignisse posten.
    Multimedia: Integriere deine Videos und Songs oder poste Links zu deinen Gesangsproben auf YouTube.
    Kontakt: Hier kannst du ein Kontaktformular einbinden oder eine Email-Adresse angeben, die du speziell fĂŒr (Buchungs-)Anfragen einrichtest.
    Galerie: Veröffentliche hier deine schönsten Fotos, damit sich deine Besucher ein Bild von dir machen können.
    Auftritte: Solltest du öfters auf Festen, im TV oder bei sonstigen Veranstaltungen auftreten oder vielleicht sogar eigene Konzerte geben, so ist diese Rubrik fĂŒr deine Fans sehr hilfreich.

    Achte darauf, dass diese Kategorie immer auf dem aktuellen Stand ist.

    Impressum: Darf auf keiner Homepage fehlen, sonst kann es Ärger geben. Manch einer ist im Web speziell unterwegs, um Seitenbetreiber ohne Impressum abzumahnen. Das kann teuer werden. Also informiere dich am besten gleich zu Anfang, was alles in deinem Impressum stehen sollte.

  2. Facebook-Fanseite: kommuniziere mit deinen Fans

    Eine Facebook-Fanseite ist die ideale ErgĂ€nzung zu einer eigenen Homepage. Eine Webseite ist meist recht einseitig, was die Kommunikation betrifft. Sie soll informieren und einen ersten Eindruck vermitteln. Die Facebook-Seite dient zum einen ebenfalls als AushĂ€ngeschild, zum anderen aber in erster Linie zur Kommunikation mit den Fans. Außerdem ist es ein geeignetes Medium, um den eigenen Namen zu vermarkten. Inzwischen kannst du mit ein paar Klicks deine Freunde einladen, die wiederum deine Seite mit anderen teilen können.

    Die NĂ€he zu den Fans ist auch nicht zu unterschĂ€tzen. Die Leute können dir direkt Fragen stellen, ĂŒber deine Songs diskutieren, Lob und Kritik Ă€ußern und dich einfach besser kennenlernen. Extrem wichtig bei so einer Seite ist allerdings, dass du stĂ€ndig prĂ€sent bist. Antworte auf Kommentare, poste Videos und News und sei vor allem authentisch, indem du die negative Kritik nicht löschst (außer sie ist vollkommen unangebracht oder unter der GĂŒrtellinie) sondern professionell darauf reagierst.

    Die Facebook-Seite lĂ€sst sich ĂŒbrigens auch ganz leicht mit deiner Homepage verknĂŒpfen. Im Administrationsbereich kannst du dir einen Code generieren lassen, den du wiederum in den html-Code deiner Homepage integrierst. Auf deiner Homepage erscheint dann eine Facebook-Box mit deinen Fans und der Option „gefĂ€llt mir“ zu klicken.

  3. Twitter-Account: lasse deine AktivitÀten verfolgen

    Mit einem Twitter-Account erreichst du zum einen deine Fans. Sie können an dem, was du gerade tust, aktiv teilhaben. Du kannst posten, was du möchtest, ohne den Leuten auf den Geist zu gehen. Denn dafĂŒr ist Twitter da – Menschen ĂŒber deinen AktivitĂ€ten zu informieren. Außerdem kannst du mit deinem Account selbst interessanten Leuten folgen, z.B. Musikproduzenten, und so vielleicht als erste/r ĂŒber ein neues Casting informiert sein.

    Es ist auch ein guter Kanal, um bekannter zu werden. In der Regel folgen die Leute, denen du folgst, auch dir. Das solltest auch du dir zu Herzen nehmen. Auf diese Art und Weise erweiterst du deine Community in einem enormen Tempo und kannst wichtige Informationen, z.B. deinen nĂ€chsten Auftritt, an eine große Zielgruppe streuen.

    Infos anderer, die auch deine „Follower“ interessieren (CD-Releases andere KĂŒnstler, News aus dem Musikbusiness, etc.), kannst du „re-tweeten“. Du könntest sogar deine Facebook-Seite mit Twitter verknĂŒpfen – so wĂŒrde das, was du auf Facebook postest, direkt als Tweet auf deinem Twitter-Profil erscheinen.



  4. YouTube-Channel: deine persönliche Mediathek

    Bootcamp zum Thema „Grundlagen fĂŒr den Erfolg auf YouTube

    YouTube ist ein MUSS fĂŒr jeden angehenden Musiker. Kein Portal ist geeigneter, um dir mit deiner Musik Gehör zu verschaffen. Alles was du benötigst ist eine Email Adresse und schon kannst du dir ein eigenes Profil erstellen. NatĂŒrlich brauchst du Inhalte, mit denen du dein Profil fĂŒllen kannst. Das können selbstgedrehte Videos sein, z.B. mit einer Handy-Kamera oder auch Audio-Dateien, aus denen du mit Bildern von dir einen kleinen Clip bastelst. Ganz leicht ist das beispielsweise mit dem Windows-Movie-Maker. Am besten ist es, wenn du fĂŒr YouTube eigene Lieder nutzt, denn bei einem Cover-Song kann es dir passieren, dass dieser gesperrt wird, wenn er die Rechte Dritter verletzt. DarĂŒber wirst du im Zweifelsfall jedoch recht schnell informiert. In Deutschland werden die Rechte von Textern und Komponisten von der GEMA vertreten, die nicht unbedingt immer einverstanden ist, dass YouTube das kostenlose Spielen von Cover-Songs möglich macht.

    Dein YouTube Profil verschönern kannst du, indem du es in ein individuelles Licht tauchst. Es ist möglich, ein Hintergrundbild deiner Wahl hochzuladen. Hier musst du allerdings ein wenig hin und her probieren, bis es gut aussieht, da es quasi hinter deinem Profil liegt und nur an wenigen Stellen (seitlich und oben) sichtbar ist. Du kannst dieses Bild auch horizontal oder vertikal vervielfĂ€ltigen – deiner KreativitĂ€t sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst auch einfach eine Farbe als Hintergrund wĂ€hlen – auch damit grenzt du dich bereits von den Durchschnittsprofilen ab.

    Du kannst so viele Videos wie du möchtest hochladen und anhand der Klickzahlen ganz genau nachvollziehen, welche besonders beliebt sind. Wichtig ist, dass du deinen Videos sinnvolle Tags gibst, z.B. deinen Namen, deinen KĂŒnstler oder Band Namen, den Titel des Songs, den Komponisten, das Musikgenre, das Entstehungsjahr, die Art des Playbacks (Akustik-, Piano- oder A Cappella-Version), usw. Diese Tags kannst du in den Video-Einstellungen festlegen und auch jederzeit wieder anpassen.

    Neben dem „taggen“ deiner Videos gibt es noch weitere Optionen Besucher ĂŒber YouTube auf dein Profil zu ziehen – beispielsweise durch Abonnements. Klicke dich einfach einmal von Video zu Video. Am besten du suchst dir andere KĂŒnstler, die deinem Musikstil Ă€hneln, und abonnierst sie. Sie bekommen dann eine Email, in der sie diese Info und den Vorschlag auch dich zu abonnieren erhalten. Hat dich ein KĂŒnstler abonniert, so erscheinen deine Videos auch in dem Feed des anderen.

    Eine weitere Möglichkeit ist das Kommentieren. WĂŒrdest du dich nicht auch ĂŒber nette Kommentare unter deinen Videos freuen? So geht es den anderen sicherlich auch. Schreibe einfach ein paar freundliche Worte oder konstruktive Kritik unter Videos, die dir gefallen. Vielleicht besuchen die anderen User ja auch dein Profil und kommentieren zurĂŒck oder abonnieren dich sogar.

    Follow Channel switch24video

  5. MySpace-Profil: Kein Muss, aber ganz praktisch

    Ein MySpace-Profil zu haben, war noch vor ein paar Jahren unumgĂ€nglich. Heutzutage rĂŒckt MySpace immer mehr in den Hintergrund – YouTube lĂ€sst sich inzwischen, wie MySpace, individualisieren und andere KĂŒnstler kann man ebenfalls dort abonnieren, bzw. mit einer Facebook-Fanseite „liken“, was das frĂŒhere „Anfreunden“ bei MySpace hĂ€ufig ersetzt. Trotz allem lĂ€sst sich so ein MySpace-Profil durchaus schön gestalten und bietet die Möglichkeit, deine eigenen Songs als Audio-File hochzuladen. Sich einfach anzumelden und das Ganze zu testen kann jedenfalls nicht schaden – allerdings solltest du ein wenig Geduld mitbringen, denn die Seite lĂ€dt oft sehr langsam.

    MySpace

  6. Email Marketing: Der gute alte Newsletter

    Ein Newsletter bereitet relativ viel Arbeit, also solltest du dir gut ĂŒberlegen, ob dieser sich fĂŒr dich lohnt. Das hĂ€ngt zum einen davon ab, ob es ĂŒberhaupt etwas zu berichten gibt und zum anderen, ob du bereits ein paar Email-Adressen gesammelt hast. In der heutigen Zeit werden die Leute von allen Seiten mit Newslettern geradezu bombardiert – du möchtest dir dein Image sicherlich nicht mit so einer Art von Spam zerstören, oder? Also sammel deine Adresse ĂŒber den mĂŒhsamen Weg: lege auf Konzerten oder Auftritte Listen aus, in die die Fans sich eintragen können und integriere ein Feld auf deine Homepage, ĂŒber welches die Besucher den Newsletter abonnieren können. Du könntest auch eine Email-Adresse einrichten, z.B. newsletter@deine-homepage.ch, und diese auf deinen Social-Media-KanĂ€len verbreiten.

    Es ist immer sinnvoll den Leuten vorher zu erklĂ€ren, was sie erwartet. Viele sind mittlerweile skeptisch, wenn es um das hinterlassen der Email-Adresse geht, weil sie Bedenken haben, dass diese weitergegeben wird und sie ab sofort zweimal pro Tag Werbung erhalten. Schreibe einfach, deutlich dazu, dass du mit diesem Newsletter lediglich deine Auftritte und CD-Veröffentlichungen ankĂŒndigen möchtest, du diesen maximal alle ein bis zwei Wochen versendest und die Email-Adressen unter keinen UmstĂ€nden an Dritte weitergegeben werden. Das schafft von vorherein klare VerhĂ€ltnisse und rĂ€umt Misstrauen aus dem Weg.

    Außerdem solltest du dir vor jeden Versand eine Testmail zusenden, in der du dann nochmals alle Links austesten kannst und sicher gehst, dass dein hart erarbeiteter Newsletter nicht im Spam-Ordner landet. Sollte er doch im Spam landen, so liegt es meist am Betreff. Englische Wörter werden hĂ€ufig als Spam zugeordnet sowie alles, was in eine zweideutige Richtung geht oder Wörter, die direkt etwas mit Sex zu tun haben. Auch zu viele Satzzeichen, beispielsweise „Gewinne jetzt!!!!!!!!!!!!“ können geradewegs in den Spam-Ordner fĂŒhren. Also heißt es vor dem Versenden: testen, testen, testen!

    Der wichtigste Tipp zum Schluss: Wenn du deinen Newsletter als „Massenmail“ versendest, so nutze eine eigene Adresse (z.B. newsletter@deine-homepage.ch) als HauptempfĂ€nger und setze ALLE anderen Adressen in BCC. So sind sie fĂŒr niemanden sichtbar. Die EmpfĂ€nger-Adressen in CC zu setzen ist ein absolutes No-Go, wenn nicht sogar zwecks Datenschutz verboten.

  7. PR-Arbeit
schlechte PR ist gute PR

    
und nur keine PR ist schlechte PR! Du kannst alle Social-Media-KanĂ€le mit Leben fĂŒllen, die Leute an deinem Tagesablauf teilhaben lassen oder mit deinen Fans kommunizieren. Große Neuigkeiten ĂŒber dich machen sich jedoch am besten, wenn sie von anderen verbreitet werden. Dies erreichst du mit guter PR-Arbeit. Diese sollte nicht inflationĂ€r sein, sondern gezielt stattfinden. Überlege dir, was die Leute und vor allem die Journalisten interessieren könnte. Das könnte zum Beispiel ein geplantes Konzert mit lokalen KĂŒnstlern sein, in welchem du der Hauptact bist, oder ein Auftritt fĂŒr einen guten Zweck. Diese Neuigkeiten werden die Presse eher interessieren, als ein durchschnittliches Cover-Konzert im Keller der Eltern (auch wenn du natĂŒrlich nicht durchschnittlich bist!). Hier ist meist auch die Headline entscheidend: „GemĂŒtliches Konzert mit Cover-Musik im Keller“ oder „Lady Gaga-Hits in intimer AtmosphĂ€re“ – was denkst du wĂŒrde ein Online-Portal wohl eher veröffentlichen? NatĂŒrlich darf es auch nicht zu reißerisch sein, aber es muss den Leser dazu verleiten, mehr lesen zu wollen – Neugier wecken.

    Am besten stellst du dir eine PDF-Datei zusammen, in welcher du dich als KĂŒnstler vorstellst, Links zu deinen aktuellen Songs integrierst, Bilder von dir einbaust und Kontaktdaten angibst, damit du diese immer an deine Pressemitteilung anhĂ€ngen kannst. Lass deine Pressemitteilung vor dem Versenden auch unbedingt von einer anderen Person Korrektur lesen. Fehlerhaftes Material wird meist von vornherein aussortiert.

    Hast du dann alles fertig, so kannst du deine Nachricht zum einen bei zahlreichen Online-Presseportalen verbreiten (z.B. auf Promote your Music) und an deinen zuvor recherchierten Verteiler sinnvoller Online-Portale senden. Außerdem gibt es auch schon viele lokale Tageszeitungen, die sich sicherlich fĂŒr einen Veranstaltungstipp oder eine CD-Veröffentlichung interessieren. Hier kannst du zusĂ€tzlich noch ein persönliches Interview anbieten – die Presse aus deiner Region wird bestimmt interessiert sein lokale KĂŒnstler kennenzulernen und zu fördern. Die Veröffentlichung kannst du wiederum auf deiner Homepage vermarkten.

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